Lisa S

Lisa S

Nun bin ich seit fast einer Woche wieder in DE und hatte Zeit, alle meine Eindrücke zu verarbeiten. Die Zeit verging wie im Flug .

Ich freue mich, dass ich Teil eines tollen Projektes sein durfte und die Chance hatte, die wundervolle laotische Ruhe und Leichtigkeit kennenzulernen.

Und ich bin beeindruckt von dem, was Doris bisher schon auf die Beine gestellt hat. Da die Arbeitsweise in Laos an einigen Stellen doch ganz anders ist – und manchmal auch zu Schwierigkeiten, wie einen fehlenden Schlüssel oder gar nicht auffindbare Mitarbeiter führt – hat Doris über die Jahre viel Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und Durchhaltevermögen bewiesen. Das schätze ich sehr an ihr und die Laoten auch.

Kaum über die Grenze wurden wir direkt mit der für mich hier typischen Herzlichkeit von zwei Lehrern des TTC abgeholt und nach Luang Namtha gebracht. Am nächsten Tag haben wir uns dann alle zusammen direkt an die Arbeit gemacht: Daeng, den ich unseren Hero nenne, da er uns super umsorgt und sich gleichzeitig noch um viele organisatorische Sachen kümmert; Samboun, Sai, Thanou und Aelaeng. Dabei geht es mal ziemlich schleppend voran und dann plötzlich ganz schnell. Alle sind mit Herz und Seele dabei und besonders gut gefällt mit das freundschaftliche Verhältnis zwischen allen, das durch Doris geschaffen wurde. Die Atmosphäre ist einfach wunderbar! Und es wird viel zusammen gelacht. ;-)

Neben der Arbeit habe ich dank der vielen Freunde von Doris auch die Gelegenheit gehabt, einen kleinen Einblick in das laotische Leben zu bekommen. Indigo Blau wird zum Beispiel wie auf dem Titelbild sichtbar hergestellt - aus der Pflanze, hochgehalten von Daeng.

Gastfreundlichkeit ist eine Selbstverständlichkeit in Laos und so wird selbst mit dem Direktor der Schule und dem Headman des Dorfes Beer Lao getrunken (natürlich ZWEI Runden) und Witze gemacht.

Bei Ken durften wir spontan auf dem Weg nach Hong Sa eine Nacht übernachten und haben mit seiner Familie gegessen und beim Fischfüttern ein wenig geholfen.

Mein erster Eindruck ist, dass die Laoten das Leben mit viel Gelassenheit meistern. Beim Essen bin ich noch zwiegespalten. Es gibt super leckere Sachen, wie die Mangosteen. Aber an anderes trau ich mich einfach nicht dran... Beeindruckend sind die scheinbar endlosen Weiten an Landschaft und Feldern, an denen ich mich trotz langer Fahrten nach Oudomxay und Luang Prabang noch nicht satt gesehen habe. Ein Highlight war natürlich die Landschaft um Hong Sa vom Elefanten aus zu sehen.

 

Ich freue mich auf noch weitere neue Erfahrungen und hoffentlich einen sehr erfolgreichen Workshop am Ende meines Aufenthalts!

 

PS: Hier tragen die MÄNNER bauchfrei, wenn es ihnen zu heiß wird....