Doris Schäfer

Doris Schäfer

Hier sind ein paar Bilder von Kindern nach der Schule.
Das Feuerholzholen, Bambussprößlinge sammeln und Material für Besen zu transportieren gehört ganz selbstverständlich dazu. Die Kinder haben oft ihren Spaß dabei.

Hallo erstmal.
Es geht uns gut!

Es ist viel passiert und wir waren viel auf Achse, wir kommen nicht dazu, alles hier so zu berichten wie wir uns das wünschen.
Deshalb habe ich gerade beschlossen, eher Bilder sprechen zu lassen und die Details für später aufzuheben.

Danke fürs leise Mitlesen. Anbei eine Bildergalerie von der Aktion 2 in Banchandai. Hier haben wir für den Verein Freunde Laos e.V. Spendengelder zum Bau des gepanten Kindergartens überbracht. Wir selbst haben die Schüler dank euerer Hilfe mit Stiften, Heften, Linealen und Radiergummis versorgen können. Ferner hat jede Klassenstufe noch besondere Lernmaterialien erhalten.

  • Kindergarten -> Duplos (Danke Sabine und Conny und danke Marlen aus der Grundschule Vorra)
  • 1. Klassen -> Duplo Lernspiel mit den Zahlen 1-10, Stift, Heft
  • 2. Klassen -> Eine Rechenkette fü den Zahlenraum bis 20, Stift, Heft, Lineal, Rechenkette bis 100
  • 3. Klassen -> Stifte in den Farben Rot und Blau zum Darstellen von 10ern und 1ern (Danke Anette), Stift, Heft, Lineal, Radiergummi
  • 4. Klassen -> ein aufblasbarer Globus, Heft, Kugelschreiber, Heft, Lineal
  • 5. Klassen -> zusätzlich Schul-Kugelschreiber
  • Die Lehrer erhielten Eddingstifte
Die Klassen bis 4 (Primary-School) bestehen aus 370 Schüler, Secundary-School 5. Klassen ca. 82 Schüler (2 Klassen); diese wurden auch unterstützt, da sie noch Außenklassenzimmer haben. Klingt zwar klasse, aber in der Regenzeit herrschen erschwerte Lernbedingungen.
Kurz zur Bildergalerie, sie startet mit der Basi für uns. Eine Basi ist eine Dankeszeremonie, in der gleichzeitig spezielle Wünsche wie "gute Reise, viel Glück, Gesundheit etc." für denjenigen der die Basi erhält, beschworen werden. Da wir an diesem Tag beide superkrank waren, sollte die Krankheit verjagt werden - Hat echt geholfen, wir haben unsern Magen einmal runderneuert und werden dort wohl als die in hohem Bogen ko..... Farangs (weiße Langnasen) in Erinnerung bleiben, keine Bilder davon.
Dann kommen Bilder von der Schule und von der Übergabe der Lernmaterialien an die Kinder. Doris beim Umweltunterricht, ihr macht euch keine Vorstellung wie es dort aussieht .... (dazu ein eigener Bericht irgendwann)
Jetzt habe ich aber doch schon wieder einen halben Roman geschrieben .... Norbert liegt schon im Bett und schläft.
Grüße Doris

 

 

Als wir in Luang Namtha angekommen sind, haben wir uns vorrausschauend schon den Fahrplan für die Weiterfahrt abfotografiert, Clever sind wir ja. (1. Foto in der Bildergalerie) 

Der Workshop an der TTC war seeeehhr erfolgreich und hat allen viel Spaß gemacht. (Montag)
Es würde Seiten füllen, zu erklären wie es hier (nicht) läuft und an welchen Dingen es mangelt.
Wir hatten auf jeden Fall so interessierte und aufmerksame Teilnehmer wie man es sich nur wünschen kann.

Außerdem haben wir ein holländischen Ehepaar kennengelernt, das sich einfach auf den Weg gemacht hat, dort zu helfen. Sie waren schon 3 Monate dort tätig und hatten zusätzlich sehr hilfreiche Informationen. Am Abend gab es also ein Abschiedsfest und ein Willkommens- und Dankesfest für uns. Die Fotos enthalten wir euch erst einmal vor, denn uns ist erst seit 5 Stunden wieder einigermaßen wohl in unserem Bauch, der sich auch schon runderneuert hat. 

Bericht Projekt 2 folgt.

In der Bildergalerie könnt ihr sehen wie Papier aus dem Maulbeerbaum erstellt wird.
Die Schöpfrahmen sind hier viel größer als bei uns im Umweltunterricht und werden in der Sonne getrocknet.

 .... hilfreiche Freunde

Das sind die Menschen, die unsere Aktionen in Laos unterstützen. Hier in den Sepiafarben der Straßen von Laos.


Laos 2009 auf einer größeren Karte anzeigen

Mein Tagesplan gestern:

  • Fahrrad ausleihen und zum Phosimarket fahren (erledigt).
    Sisavan anrufen und sehen ob er mir helfen kann (kann er).
    Mit dem Fahrad einmal am Mekong entlang und durch LP und die Sonne geniesen.
    Zum Büchereibootprojekt gehen, so viel wie möglich erklären lassen und so gut wie möglich verstehen (geklappt).
    Gedanken machen.
    Die Wärme genießen.
    Essen und Trinken (ist ja gut Lola).
    Mich mit Tee Tao treffen (13 Uhr),,,,,,,,,
    Beer Lao über meinen Laptop schütten (natürlich nicht geplant). Zur Bibliothek, Fragen klären, Handeln.
    3 laotische Bibliotheksysteme kaufen. Zu Big Brother Mouse fahren und 200 Bücher für Bum Lao und Nordlaos kaufen.
    Über den Nachtmarkt schlendern und mal sehen, was es Neues gibt 2010.
    Essen und Trinken (ist ja gut Heike) mmmmh lecker wars.
    Nach Hause telefonieren.
    Die Bücher für die Ergänzung der Schulbücherrei in Bum Lao für morgen Früh richten.
    Mal sehen, ob jemand geschrieben hat, evtl. Mails beantworten.
    Bilder richten und euch zeigen wollen.
    Feststellen, dass das Internet nicht geht.
    Schlafen gegangen.
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...und heute morgen sind wir dann um 8:30 Uhr losgefahren.
Bange Frage: Hat die Schule in Bum Lao, die wir letztes Jahr mit einer Bibliotek ausgestattet haben, noch die Bücher samt den Bücherkisten? Mit Tee Tao habe ich ausgemacht, dass - wenn alles noch vor Ort ist und genutzt wird - die Bücherei mit 70 neuen Büchern bestückt werden soll.
Die Fahrt war wieder abenteuerlich und führte über den Mekong wieder ins eigentliche Laos. So wie Bangkok nicht Thailand, New York nicht die USA und Berlin nicht ganz Deutschland repräsentiert, so ist es hier natürlich auch. Es ist immer wieder krass, wie wenig man sich aus Luang Prabang heraus bewegen muss und schon sieht alles komplett anders aus.
Wir kamen gerade in der Pause an und es ist immer noch die gleiche Lehrerschaft. Ich glaube, Tee Tao hatte Schwierigkeiten, das permanente Nachhaken nach der Bibliothek zu vertreten. Sah fast so aus, als dachte er, jemand könne das Gesicht verlieren.
Ok...die Holzkisten sind nicht da, sie sind im Lehrerhaus. Mir wurden die Knie etwas weich, aber ich hatte mich innerlich schon darauf eingestellt, das unsere Hilfe 2009 nicht die Früchte getragen haben könnte, die wir uns versprochen hatten. Doch dann ist doch noch jemand mit dem Moped losgezogen. Ruckzuck waren die Kisten da - mit Schlüssel und Schloss -. Der Direktor hatte den Schlüssel. Die Bücher waren nicht mehr im neuesten Zustand, bei Amazon vielleicht Status "gebraucht mit Gebrauchsspuren", was zeigt, dass sie durch viele Kinderhände gingen. Die Bücher würden einmal pro Woche getauscht. Ich war sehr zufrieden.

Alle haben sich sehr über das Photo von letztem Jahr, dass ich mitgebracht habe, gefreut. Daraufhin entstand die Idee, Klassenbilder zu machen und sie der Schule zukommen zu lassen. Diesmal haben die Lehrer auch gezielt nach Unterstützung gefragt: Englischlehrbücher für Kinder. Tee Tao und ich sind heute nach unserer Tour gleich nochmal los und haben dann doch noch das Arbeitsheft I gefunden. Gemeinsam mit den Fotos wird es vielleicht Irene im Mai mit Tee Tao übergeben. Weitere nützliche Dinge und eine Weltkarte für die Schulwand, die ich auch heute noch gefunden habe, bleiben also erst einmal hier.
Ein erfolgreicher Tag mit neuen Erkenntnissen, Erfahrungen und Infos -  Ich kann leider nicht alle aufschreiben, das würde den Rahmen hier sprengen. Nachher treffe ich mich mit Sisanan. Das ist der deutschsprachige Laote, der erst in der DDR in Leipzig Planwirtschaft und nach dem Fall der Mauer erneut in Leipzig Marktwirtschaft studiert hat.


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Morgen geht es nach Ban Chan Dai, mit dem Puplic Bus ca. 3 bis 4 Stunden und dann mit dem Minivan nochmal 2 Stunden. Das Tuk Tuk zur Schule benötigt dann wohl nur noch eine Stunde. Das heißt, ich werde in den nächsten Tagen sicherlich kein Internet haben und auch keine andere Verbindung in die Außenwelt.
Liebe Grüße von der Doris

 

Am Morgen ging es von der Busstation Luang Prabang Nord los.
In Laos gibt es pro Stadt/größerem Dorf häufig zwei Busstationen, die durch die eigentliche Stadt getrennt sind und an den Ein- bzw. Ausfallstraßen liegen. Wenn man weiß, in welche Himmelsrichtung man will, weiß man auch, an welche Busstation man gehen sollte. Tee Thao und ich wollten also nach Norden 5 Stunden Busfahrt bis Oudomsay; anschließend wollten wir auf eigene Faust nach Ban Chan Thai.
Welch glücklicher Zufall, daß Ken unser Fahrradguide vom letztem Jahr um 8 Uhr morgens anrief, weil er uns in Oudomsay abholen und zur Schule in Ban Chan Thai begleiten wollte. Ich freute mich sehr, ihn wieder zu treffen. Er ist ein außergewöhnlicher Laote, der noch dazu gut Englisch spricht.
In Oudamsay angekommen liess er allerdings etwas auf sich warten und im Anschluß waren wir erst nach einer 3 stündigen Fahrt in seinem kleinen Lieferwagen mit Ladefläche bei Dunkelheit in seinem Haus angekommen - Vielleicht lags ja auch daran, weil wir auf dem Weg noch eine Tonne, genauer gesagt 1111 kg Reis, mitnehmen mussten. Das ist der Vorrat für die ganze Familie. Er hält ca. ein Jahr. Ich durfte Schiedsrichter beim Abwiegen sein und die Rechnung kontrollieren.
Immer wieder erstaunlich finde ich es, daß die Laoten gravierende Fehler in fast jeder Rechnung machen, auch nicht immer zu ihrem Vorteil. Mit Zahlen könnnen sie nicht so gut umgehen und man hat sich schnell mit dem Taschenrechner vertippt - bei den Summen auch kein Wunder.
Meist ist eine Null irgendwo zu viel, und das veraändert das Ergebnis dann gewaltig. Kein Wunder, 10.000 Kip sind ungefähr ein Euro und sie werden nicht müde, die Nullerstellen immer mit einzugeben. Auf dem Papier wird jeder Betrag extra dazu addiert, mehr als zwei Zahlen untereinander schreiben und addieren, scheint nicht möglich. Aber genug damit, das ist nur mal wieder ein Ausflug, um zu zeigen, wie wichtig hier Bildungsförderung ist.

Ken hat in dem Dorf vor Ban Chan Tai mittlerweile ein für die laotischen Verhältnisse imposantes Steinhaus. Daß es das einzige Haus ohne Elektrizität ist, relativiert die Sache. Ken ist noch nicht dazugekommen und er sagt, er hat sein Leben lang ohne Elektizität gelebt; es hat also keine Eile. Sämtliche Hütten im Umkreis hatten Strom. So war meine Stirnlampe mal wieder das wichtigste Utensil, um vernünftig die Dinge zu sortieren, die wir nach Ban Chan Tai mitnehmen mussten.

Noch auf dem Hinweg hatten uns die Bewohner mehrfach angerufen. Sie wußten, daß wir kommen und waren entsprechend vorbereitet. Als wir frisch gewaschen die letzten Kilometer ins Dorf fuhren, war ich dann schon etwas aufgeregt. In Ban Chan Tai war ich noch nie. Die Tour hierher habe ich im "Auftrag" von Irene vom Verein "Freunde Laos e.V." durchgeführt. Anlaß war die Übergabe von Bargeld für die Anfertigung von Tischen und Stühlen für 417 Schüler. Wie bei den meisten Entwicklungsprojekten ist es auch in Laos wichtig - und oft der einzig gehbare Weg -, dass die Hilfe persönlich an die "bedürftigen" Menschen vor Ort übergeben wird.

Natürlich hatten die Dorfbewohner eine Basi vorbereitet, um mich mich guten Wünschen und viel Gesundheit auszustatten. Nach einer Zeremonie des Dorfältesten, binden alle Anwesenden weiße Bänder um die Handgelenke dessen für den die Basi bestimmt ist. Bei jedem Faden murmelt die bindende Person Wünsche auf laotisch und manche auch auf Englisch; ein netter junger Mann wünschte mir einen nice boyfriend, aber den hab ich ja schon.
Die Bewohner des Dorfes vermissten Irene sehr und ich konnte wohl kein vollständiger Ersatz sein, nicht zuletzt weil Irene im letzten Jahr schon gut laotisch sprechen konnte. Die Dorfbewohner wurden nicht müde, nach ihr und ihrer Gesundheit zu fragen. Sie war die ganze Zeit dabei und wir haben sie auch angerufen. Hier die Bilder von der Basi:

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So...das war jetzt viel Text.
Ich geh jetzt erst mal schlafen....... morgen gibts mehr

Gute N8

Doris

 

 

 

... zur Basi gehört natürlich Schnaps. Ich dachte, der müsste über 60 Prozen haben, aber alle verneinten und meinten, der wäre nicht so stark. Ab wann brennt Alkohol eigentlich so richtig gut und ca 1 Minute auf dem Teelöffel? Aber ich konnte mich gut drumrumschmuggeln und hab immer nur ein bisschen genuckelt.
Ich galt wohl eh schon als ein wenig sonderbar, denn Ken erwähnte, ich könne kein Fleisch essen, was zur allgemeinen Verwunderung beigetragen hat. Denn der Mensch könne wohl alles essen, meinten die meisten Dorfbewohner.
Eine der ersten Fragen, die ich immer wieder in Laos gestellt bekommen habe, ist die: „Wo ist dein Mann, hast du einen Mann, warum ist der nicht mitgekommen, wie viele Kinder hast du und wo sind die jetzt so ganz ohne Mama?“ Ken ist für mich nicht nur in solchen Situationen der wunderbarste Übersetzer, denn wir sind humortechnisch, vom Temperament und der Intension absolut auf einer Wellenlänge; mit Tee Thao dem ruhigen Studenten tue ich mir etwas schwerer. Trotzdem würde ich gern ein paar Worte Lao sprechen und hab’ daher fest vor, bis zum nächsten Mal ein bischen zu lernen und vielleicht einen Sprachkurs in Laos zu besuchen.
Englisch sprechen nicht einmal die Lehrer und selbst die Englischstudenten sind auf einem Niveau der 6. Klasse in Deutschland. Sie wurden nicht müde mich aufzufordern, Lao zu lernen - das war schon fast aufdringlich (Pointe folgt am nächsten Tag).

Wir diskutierten viel an diesem Abend und ich fragte nach, wo noch Hilfe gebraucht wird.
Mitgebracht hatten wir eine Bücherei mit Hängeregal und 111 Büchern, passend zum Reiseinkauf. Der Direktor hatte eine Liste angefertigt von 20 Kindern, die aus sehr ärmlichen Verhältnissen kommen und oft Hunger haben, fast nichts zu Anziehen und nur ein einziges Heft, in dem sie alle Fächer eintragen. Sie seien eher interessierte Kinder und er würde sich freuen, wenn wir diese unterstützen könnten.

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Das war es jetzt mal wieder fuer heute.
Falls ihr mehr wissen wollt, motiviert mich doch auch einmal mit einer Mail odermit Fragen.

Der zweite Teil des Abends folgt morgen, aber eigentlich ist es gar nicht mehr so viel:
Geschlafen haben Tee und ich in einem Bett im Lehrerhaus, neben einem weiteren Gastlehrer

Hier unser Bett:

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