Doris Schäfer

Doris Schäfer

.... es ist alles total nach Plan gelaufen.

Ich konnte heute Morgen in Bangkok viele gute Dinge finden die ich noch ins Gepäck nach Laos nehme. Vielen Dank für die bereits eingegangene Unterstützung meines Einsatzes in diesem Jahr.

Die terminliche Planung habe ich jetzt mal als Comic an Laos gegeben.

Mit Erfolg! Endlich kam die Zusage, dass Phouttha, der jetzt bei Plan international arbeitet (https://plan-international.org/where-we-work/asia/laos/about), für die Übersetzung des Workshops und die Arbeit mit dem Coreteam freigestellt wurde.

Das ist eine geniale Neuigkeit, denn meine Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt. Mit Phouttha gab es bisher die wenigsten Verständigungsprobleme ;-).

Anscheinend war der Comic der letzte stete Tropfen auf den Stein.

 

Die Route und einige Termine sind schon fix.

 

4 Laptops und einige Lernmaterialien und Fachbücher (53 kg) sind per Post schon auf dem Weg nach Nordthailand.

Es war mir nicht möglich, Extragepäck mit in den Flieger zu nehmen (10kg = 600 Euro). Es bleibt also weiterhin schwierig, gute gebrauchte Dinge dahin zu bringen wo sie dringend gebraucht werden. Die 2 Pakete werden hoffentlich im Guesthouse in Chiang Rai ankommen.

Mit den 40 kg Montessorimaterial aus Bangkok sind wir schon bei 93 kg. Mein Freigepäck ist 30 kg und der Einkauf in Bangkok wird auch noch mal 20 kg sein. Irgendwie wiederholt sich das jedes Jahr.

Die Lehrbücher die verschickt wurden, haben wir alles eingescannt, damit ich ein Backup habe.

Ich stecke in den letzten Vorbereitungen und freue mich sehr über die gearde eingehenden Spenden für mein Projekt.
Damit lassen sich dieses Jahr einige Ideen verwirklichen und mit Sicherheit die Übersetzungsschwierigkeiten von letztem Jahr verringern.
Die Spende könnt ihr dieses Jahr von der Steuer absetzen.

Alleine die Überweisungsquittung reicht übrigens für die Steuererklärung aus.

Ab 50 Euro stellt die Deutsch-Laotische Gesellschaft e.V. (http://www.dlg-ev.net) eine Spendenbescheinigung aus und sendet sie euch postalisch zu.
Meine Aufgabe ist es dazu eure Adresse bereitzustellen also bitte die Adresse an mich senden = doris(at)helfen-auf-reisen.de.

WICHTIG: Auch jeder kleinste Beitrag ist willkommen

Hier gehts zum Spendenkonto

Unser Projekt entspricht genau der Zielsetzung des Vereins und die Gelder werden 100% an Helfen auf Reisen weitergegeben.

Ich werde die Ausgaben protokollieren und dem Verein über die Verwendung der Spendengelder Rechenschaft ablegen.

Die Reiseroute sieht diesesmal wie ein Sternbild aus.

Es wird jetzt Zeit, wieder ein wenig mehr zu posten, damit ich euch mit auf die Reise nehmen kann.

Ich freu mich schon, bin aber dieses Jahr irgendwie mehr angespannt als sonst.

 

Viele Grüße Doris

Wie schon ein paar Male erwähnt würde es mich sehr freuen, wenn mich eine kleine Gruppe mal nach Laos begleiten würde. Im Auftrag unseres Projektes und um in dieses Land einzutauchen, die Menschen und diese andere Art des Lebens kennenzulernen.
Sicherlich erschien euch der Weg, den ich dort manchmal gehe, eher beschwerlich.
Deshalb werde ich zum Abschluss des Reiseberichtes von einem meiner schönsten Tage im Dezember 2014 berichten.

 

DER AUSFLUG IN DEN WALD

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Viel Worte gibt es in diesem Bericht nicht. Seht euch die Bilder an.

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Sompoun hat uns zu einer wunderbaren Stelle an einem Fluss geführt.

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Fischfang im Fluss

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Das Innere von Rattan kann man essen!

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Däng hat die Fische gebraten. Weil ich mich immer etwas über das Essen beschwere, kommt hier der Ausgleich: Diese Malzeit im Freien mit über dem Feuer gerösteten Rattan, frisch aus dem Urwald gesammelt und mit Früchten, die Bouhö mit der Zwille hoch oben aus den Bäumen geschossen hat, frischesten Fisch und einem Picknicktisch aus Blättern hat alles wieder ausgeglichen.

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Die jungen Männer, die dabei sein konnten, und ich hatten einen Riesenspaß.

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Erschreckend war eher wie wenig die Dozenten doch rauskommen aus der "Stadt" und dass dieser Ausflug auch für sie etwas Besonderes war. Dabei waren auch 2 Lehrer der Bergvölkern Khmu und Hmong, absolut mit und in der Natur aufgewachsen, aber durch die Arbeit am College doch so selten draußen.

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Auf dem Rückweg sind wir den Kindern begegnet die von der Suche nach dem Abendessen zurückkamen.

Wollt ihr das mal miterleben?

Liebe 4. Klässer aus Hersbruck und Altensittenbach.

Wie ihr sicher noch wisst habt ihr mir für eine Schule in Laos Geld mitgegeben, mit dem ich in eurem Namen hier in Laos einkaufen kann. Wir haben gemeinsam beschlossen, mit dem gesammelten Geld vor allem Hefte und Stifte, Lineale und Spitzer zu kaufen, ein Ball sollte auch dabeisein und ein paar Bücher.

Vielen Dank noch mal für eure Aktion.
Ihr hattet Spielezeuge verpackt und dann als Wundertüten an euerer Schule verkauft.
Daraus sind insgesamt über 200 Euro zusammengekommen.

 

Auf dem ersten Bild seht ihr mich mit einem Direktor des Colleges hier. Ich zeige es euch, damit ihr seht wie kalt es dieses mal war.

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Morgens um 7:30 Uhr war ich pünktlich an vereinbarter Stelle um zur Minibusstation gebracht zu werden. Irgendwas lief wohl schief. Wahrscheinlich haben sie den Rucksack nicht stehen sehen, da ich mich wegen des starken Regens untergestellt hatte. Es gibt Situationen bei denen selbst die Laoten etwas hektisch werden. Zig Telefongespräche, wildes Gefuchtele mit den Unterarmen. Es war eigentlich noch genügend Zeit und ich versuchte das Ganze zu beruhigen. Wie auch immer, ich wurde dann samt Rucksack, Bücherpaket und Umhängetasche aufs Moped geschnallt und mit Tatü Tata zur Busstation gebracht.
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Der Minibus fuhr planmäßig 45 Minuten später ab.

Auf dem ganzen Weg hörte der Regen nicht auf und wir waren mit 10 Stunden für 300 km nicht viel schneller als der öffentliche Verkehr. Ich hatte einen Superplatz am Beifahrersitz, musste mich aber gegen den Fahrer durchsetzen, der mein Fenster immer wieder runterfahren hat lassen. Schließlich schloss ich die Augen, um beim nächsten Augenaufschlag nur Nebel zu sehen. Die Scheibe war so angeschlagen, dass der Fahrer nur ein kleines Sichtfenster für sich freigerubbelt hat. Also hab ich schnell mein Beifahrerfenster wieder auf gemacht.

Übrigens fuhr der Fahrer auch mit freier Sicht den ganzen Weg auf Anschlag, leicht vornübergebeugt, voll konzentriert und als ob wir einen dringenden Termin in jedem nächsten Ort hätten. Selbst der Schnaps in den Kneipen auf dem Weg entspannte ihn nicht ausreichend.

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In Luang Namtha kam ich ziemlich zermatscht gegen 8 Uhr Abends an und musste noch kurz um ein freies Zimmer bangen.

Montag morgen hab ich dann lange auf den Abholdienst warten müssen, denn die Straßen und einige Häuser waren überschwemmt.

Wir konnten Rollen für die geplanten Regale finden. Der Schreiner hatte noch nicht angefangen, denn er wollte noch auf meine Ankunft warten, nicht etwa wegen der Konstruktion, sondern um sicher zu sein, dass es auch eine echte Bestellung ist.

Es war keine Vorauskasse, aber er wollte mich noch mal zu Gesicht bekommen.

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Der geplante Start des zweiten Teil des Workshops wurde noch um einen Tag verschoben. Erstens wussten die Lehrer irgendwie doch nicht Bescheid, zweitens konnte wegen dem Hochwasser kaum jemand ans College gelangen und drittens war wieder eine Hochzeit im Gange. Hier in Luang Namtha feiert man am Nachmittag, da es Abends meist zu kalt ist um diese Jahreszeit.

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Ein Paar Impressionen wie es hier aussieht. Bild oben .... Schleppen einer Eisbox. Egal wie kalt es auch immer ist: Eis gehört ins Beer Lao.

Bild unten: Ein alltägliches Bild überall wo eine Party stattfindet, an jeder Ecke stapeln sich die Stühle. Stuhlverleih sollte hier ein lukratives Unternehmen sein.

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Der Workshop am TTC ging also am 17. weiter.

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Ein Grund warum ich schon länger nicht mehr geschrieben habe ist neben der mangelnden Zeit und Muse auch, dass ich kaum beschreiben kann, was ich hier dieses mal erlebt habe. Man könnte es als ein ständiges Auf und Ab bezeichnen.  Stumpfes Warten im Wechsel mit totaler Action.
Fortschritte gepaart mit ständigen Missverständnisse.

Würde ich schreiben, ich bin gegen Wände gelaufen, dann stimmt das auch nicht. Ich hätte mich eher über eine Wand gefreut auf die ich stoßen würde. Es war manchmal wie im luftleerem Raum. Ich habe das Gefühl gehabt, nirgends etwas bleibendes aufhängen zu können. Genug da zu lassen damit die Lehrer hier weiterarbeiten können. Und manchmal dachte ich, das Ganze ist zu groß für mich.

Dieses Jahr gab es große Probleme mit der Verständigung. Der Übersetzer war einfach zu unmotiviert, ungenau und oft nicht anwesend. Am Schlimmsten fand ich allerdings, das mit Entschuldigungsbekundigungen für das "Nicht da sein" gleichzeitig die übereifrige daraufeinsetzende Übersetzung in keinerlei Zusammenhang mit dem stand, was ich vorher mühsam mit Händen und Füßen erarbeitet habe. Das hat sehr viel aus dem Konzept gebracht.

Das hat vor allem wohl daran gelegen, dass Phoutta (mein Kontaktmann von letztem Jahr) leider seinen Staatsposten aufgegeben hat und zu Plan gewechselt ist. Von unserem Treffen in Oudomsay hatte ich kurz berichtet. Ich habe in meiner Verzweiflung mit ihm telefoniert und er hat versucht, die ganze Sache ein wenig zu richten. Auch habe ich vergeblich versucht, einen Übersetzer zu bekommen. Mittlerweile bin ich mir auch sicher, dass die Übersetzung am ersten Tag beim Direktor nicht genau funktioniert hat. Ting (dem Übersetzer) ist bis heute noch nicht klar um was es mir eigentlich geht.

Ich möchte mit diesem Projekt die Grundschulen hier in Laos erreichen. Es ist dringend nötig, den Kindern bessere Bildungsmöglichkeiten zu bieten. Deshalb bin ich hier genau an der richtigen Stelle, bei der Ausbildung der Lehrer. Von hier aus sollten dann die Material- und Lernboxen an die Schulen gehen. Hier am College sollten die Schulungen stattfinden. Dafür habe ich 4 Jahre angesetzt. Ich wollte, und will eigentlich immer noch, den Menschen hier einen Anstoss und einen Ansporn zum eigenständigem Denken und Handeln zu geben. Ich glaub manchmal, ich hab mir da zu viel vorgenommen. Eigene Gedanken sind schwer aus den Lehrern herauszukitzlen, eigenes Handeln steht dem in nichts nach.

Das "miteinander" arbeiten im Workshop war also eher mühsam.
Manche Teilnehmer waren nicht freigestellt worden und dadurch nicht regelmäßig da.
Planbar war eigentlich nichts. Von einer ersten Probekiste, die gepackt werden sollte, weit entfernt. Das bedeutete für mich ständiges Umdenken.

Betrachten wir jetzt aber erst mal das Ergebnis... wird alles besser ;-)

Was wir erreicht haben:

Die Regale wurden gebaut

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Eine Vitrine wurde besorgt.
Der Raum pro forma gesäubert.

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Das College hat jetzt eine gut eingerichtete Bibliothek und eine Ausstellung zum Thema: Lernen mit Mathematikmaterial

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Dort können eigene Materialien hergestellt werden.
Die nötigsten Werkzeuge sind so weit wie möglich besorgt.

Die Lernmaterialien können ausgeliehen werden.
Einige liegen schon in Kisten bereit.

Dem Projekt steht nun ein Computer mit Internetzugang und laotischer Tastatur zur Verfügung.

Die Lehrer wurden befähigt, Lehrvideos zu den Materialien vom Internet zu laden und auf dem Computer abzuspeichern. (Am TTC gibt es noch keinen vernünftigen Internetanschluss).

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Englische Suchbegriffe wurden den einzelnen Materialien zugeordnet, die Materialien mit den Suchbegriffen beschriftet.

Englische Suchbegriffe für die mathematischen Ausdrücke (plus, minus ...) wurden erarbeitet und in einer Liste abgelegt. Da hilft noch kein Googleübersetzer ;-).

Die Dateinamen werden in laotischer Schrift und auf Englisch abgespeichert, um möglichst Vielen den Zugang zu den Videos zu verschaffen.

USB-Sticks stehen zur Verfügung, um die Dateien und Filme auszuleihen.

Wir haben Perlenmaterial für den Matheunterricht hergestellt

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Hier hergestelltes Perlenmaterial mit Khamting (links) dem Übersetzer ... immer gut drauf, aber die Übersetzung immer verschwommen ... und ohne bei der Sache zu sein.

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Ausgiebig konnten wir uns mit den Stellenwertmaterialien befassen.

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Ich habe eine kleine Gruppe mit Hoffnungsträgern und Verantwortlichen gebildet.
(Dazu auch bald mehr)

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Bild in einem schönen Touristen-Restaurant in Luang Namtha.
Kurz vor dem Genuss der allerersten PIZZA.


Eine echte Herausforderung war, meinen Standpunkt klar zu machen, vor allem weil der Hauptkritikpunkt der Übersetzer war, der das dann ja auch an alle übersetzen sollte.
Mehr als um die Sprache ging es nämlich um den Sinn, Ting kann durchaus ausreichend Englisch.

Mein Anliegen ist einigermaßen angekommen, alle wissen, dass ich noch nicht sicher bin, ob ich das Projekt hier am College weitermache oder einen anderen Weg suche. Alle wissen, dass die Anzahl der Missverständnisse und ungenauen Terminabsprachen sich drastisch verringern muss, sollte ich je mit einer Gruppe kommen. Im Endeffekt lag das alles aber hauptsächlich an der Schlüsselstelle des Übersetzers.

Mein Plan war, mehr zu beobachten und mehr Aktionen bei den Lehrern fürs kommende Jahr auszulösen. Zeit zum Beobachten hatte ich dieses mal hier am College jetzt wirklich genug. Leider musste ich auch lernen, dass Aktionen auslösen nicht auf dem Weg ging, wie ich es mir erhofft hatte. Um irgendetwas zu erreichen, ist es besser als BIG BOSS aufzutreten, erst mal klare Strukturen vorzugeben und Macht auszustrahlen. Die Eigenständigkeit kommt nur wenn sie von oben herab gefordert wird. Nicht fördern, sondern Fordern ist hier leider noch die Devise, nur so kommt etwas in Gang.

Verantwortlichkeiten sind besser an eine bestimmte Person als an eine Gruppe zu übertragen. (Ganz ehrlich, das ist bei uns doch meist auch noch so).

Und zum Schluss das große Finale:
Alle Erkenntnisse, die ich gewinne, müssen ständig neu überdacht werden, denn alles ist hier im Wandel ... es könnte auch ganz anders sein als ich noch vor 2 Minuten dachte.

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Bild bei der Abschlussbesprechnung mit dem Direktor

Ja und schaut, ich hab ein Zertifikat bekommen.
Das ist doch die Hauptsache (seufz)
Und es gab eine lustige Abschlussfeier, bei der mehr da waren als im Workshop.
Verantwortliche, die sich damit geschmückt haben.

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Ich habe noch von zwei außergewöhnlich schönen Tagen zu berichten.

Demnächst mehr.

Liebe Grüße eure Doris

Addon (wegen der Facebookkommentare):
Es liest sich wohl schlimmer als es ist. Es folgt noch ein schöner Artikel. von einem Besuch an einer Grundschule. Im Ganzen gesehen war die Reise ein Erfolg! Denkt nur an das kleine Schulhaus am Kilometer 39. Das College hier ist mir nur sehr am Herzen gelegen. Es ist eine große Sache für mich hier ist extrem viel zu erreichen. Ist diesmal halt nicht wie geplant gelaufen. Aber die Hoffnungträger werden jetzt regelmäßig Bericht erstatten wie es weiter geht. Außerdem hab ich wieder viel gelernt und ich glaube die Erfahrungen waren wieder wichtig für die nächsten Aktionen. Am km 39 hatte ich letztes Jahr auch gar kein so gutes Gefühl und wollte fast aufgeben. Auch hier haben wir letztes Jahr den Standpunkt klar gemacht. Ich habe nach dem Erlebnis dort beschlossen das auf dieser Reise nichts mehr kommen kann was den Erfolg unserer Aktionen schmälert. MIR GEHTS GUT. ICH FREU MICH AUF DEN GEMEINSAMEN URLAUB MIT NORBERT. Aber mir fällt der Abschied hier auch etwas schwer.  Habe heute Abend alle Freunde hier noch einmal angerufen. Nochmals zur Korrektur .... hier gibt es einige sehr aktive Lehrer .... wir konnten uns nur so schwer verständigen ...

Um der Hochzeitseinladung von Anousith zu folgen, habe ich einen „Abstecher" nach Luang Prabang gemacht. Mit dem Öffentlichen Verkehr kosten die 7 Stunden Fahrt von Oudomsay in die heimliche Hauptstadt von Laos nur 55 0000 Kip = 5,5 Euronen. Die zu bewältigende Strecke hat 192 km. Die Busse sind natürlich randvoll, den Benzin ist verhältnismäßig teuer, ca 1 Euro der Liter.

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Es ist von Vorteil zu wissen, dass die Abfahrts- und Ankunftzeiten Schätzwerte sind.

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Ist der Bus voll, kann es durchaus schon früher los gehen; wäre nicht das erste Mal, dass ich das erlebt hätte. Aber eine Stunde vor Abfahrt reicht normalerweise, um sich auf die Liste setzen zu lassen. Ich hatte einen wunderbar netten jungen Sitznachbarn. Wir haben alles geteilt, was wir an Reiseproviant dabei haben. Nach den ersten scharfen Kurfen war die erste leere Tüte aber auch schon wieder voll. Ich habe meinen Fensterplatz mit einer kreidebleichen jungen laotischen Mutter getauscht. Zum Glück vertrage ich das Geschaukele ohne Probleme. Ich saß dann auf einem der Plastikhocker die in den Gang gestellt werden um mehr Sitzplätze zu haben.

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Anousith hat sich sehr über mein Kommen gefreut. Er hatte aber scheinbar Angst, dass ich im Backpackeroutfit erscheine und mir gleich einen Verleih für eine laotische Festkleidung empfohlen. So wurde ich am Abend zurechtgemacht und mit den falschen Wimpern eine der vielen Attraktionen des Abends.

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Die Zeremonie am Morgen bei der wir mit Bräutigam, Verwandten und engen Freunden zum Haus der Angebeteten zogen war interessant zu erleben. Einerseits sehr bedächtig mit angezündeten Kerzen, die nicht ausgehen durften, und andererseits mit Streitgesängen zwischen Männlein und Weiblein, begleitet von rhytmischem Getrommel.

Die Basi und die guten Wünsche fürs Brautpaar wurden dort abgehalten.

anusith morning

Der Nachmittag war dazu da, sich schick für die WEDDINGPARTY zu machen. Das bedeutete für mich also Frisör und „Kostüm"verleih.

1000 Gäste kamen zur Feier. Anousith hatte die Badmintonhalle gemietet. Hochzeitsfeiern sind hier generell riesig, aber diese gehörte schon zu den Größeren.

Nach Lao- und Line Dance ging es dann aber richtig ab. Freestyle Hip Hop und massenhaft Spaß auf der Tanzfläche. Ich hab mich gefühlt wie 24.

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Luang Prabang ist anders, laut Reiseführer ist es die Perle Südostasiens. Deshalb heißt es im Volksmund auch Luang Falang. (Der Farang ist hier der Ausländer, der Langnasige, der Fremde, der „die sind doch alle gleich") selbst wenn man kein laotisch oder Thai spricht hört man das an jeder Ecke.

Hier gibt es unglaublich viele Europäer, Australier oder Amerikaner. Sie wohnen hier, haben Geschäfte, arbeiten für eine NGO oder verschleudern die Rente. Unerklärlich ist mir allerdings wie es in diesem Land Hotels geben kann, die über 1000 US Dollar pro Nacht kosten.

Ein Farang, das werde ich in Luang Prabang wohl immer bleiben. In Luang Namtha am College bin ich schon verbal aufgestiegen, hier bin ich bereits die JEREMAN, die Deutsche oder bestenfalls die Doris bzw. die Wandee. Wandee ist mein LAONAME ... das heißt schöner Tag .... das ist doch nett.

In Luang Prabang gab es eine Art Kunigundenfest mit Elefanten anstelle von Pferden. Außerdem ist DER Prah Bang (eine Buddastatue) zurück. Er wurde Laos immer wieder von den Thailändern gestohlen und nach Bangkok entführt. Das geht wohl seit Jahrhunderten so und gestern kam er DER ECHTE wohl wieder zurück.

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Auf jeden Fall war dadurch alles auf der Straße.

Riesenumzug durch die Stadt. Der Prabang ist ultrawichtig für die Stadt, nicht zuletzt ist er ihr Namensgeber.

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Die 2 Tafeln für die Schule konnte ich besorgen. Hab sie zwar noch nicht gesehen, da es hier nichts von der Stange gibt, aber sie werden am Montag fertig sein.

Dann kommen sie über -> Sisananh zu -> Anusiths Yensabai Bookshop, von dort holt sie -> Ken dann ab und bringt sie an die -> Schule am km 39. Sith hat das Geld. Alle anderen alle Telefonnummern. Das sollte klappen.

Bei Big Brother Mouse, dem Verlag, dem ihr im Jahr 2009 beim Verlegen eines neuen Buches geholfen haben, kaufte ich 200 Bücher, die ich im Norden an eine Grundschulen bringen werde. Das machen wir jedes Jahr.

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Es gab in den Tagen wieder einige interessante Begegnungen.

Ich mach mich jetzt wieder auf den Weg nach Luang Namtha, diesmal mit dem Minibus, es sind an die 300 km. Ich hoffe auf einen entspannten Fahrer.

Morgen am 16. startet der zweite Teil des Workshops am College.

Zum Schluss noch kurz 2 Bilder:
Diese Frucht/Blüte/Knospe wurde mir im Bus angeboten, schmeckt zwischen Zitrone und Sauerampfer und ich konnte im Bus weder einen englischen noch einen laotischen Namen herausbekommen.
Nur einen in der Sprache der Hmong. Die Frucht soll gut für die Gesundheit sein.

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Und das Bild unten war meine Beleuchtung im Guesthouse, hier ist Weihnachten das ganze Jahr. Es hat nichts mit Advent zu tun. Aber war schön für mich.

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Bildergalerie wird folgen. Upload ist eher schwierig.

Liebe Grüße Doris

Gestern habe ich in Oudomsay Handsome Ken getroffen, ein Wegbegleiter seit unserer ersten Reise. Glücklicherweise kam es am Abend zu einer weiteren interessanten Begegnung. Katja und Joachim zwei Geografen aus Berlin sind in Laos zu Besuch, sie haben hier 3 Jahre gelebt, um beim Aufbau des Tourismus in Oudomsay zu helfen. Sie sind von der Deutsch Laotischen Gesellschaft, die das Land mit einigen tollen Projekten unterstützt.

Der Flug nach Chiang Rai und der Transport an die Grenze lief absolut problemlos.

Insgesamt waren es 78 kg, die es nun galt an die Grenze zu bringen und damit über den Mekong nach Laos zu schippern. Nach Verhandlung mit Nok Air 22 Euro Übergepäck ... das war fair.

Dank Sackkarre und ein paar helfenden Händen hat es super geklappt. Ich war extrem früh da.

02.12.2013

Gut angekommen

bin gut in Bangkok gelandet.
Gestern waren wir den ganzen Tag einkaufen, zu mindestens haben wir es versucht. Wir konnten leider nirgends Würfel und Stoppuhren finden. Ich wollte wieder den Superladen für Lernmaterial am Democracy Monument ansteuern, aber wie ihr sicherlich mitbekommen habt waren genau dort die Demos der Gelbhemden. Wenn eine Demo am Hauptmarkt ist, merkt man in Ziegelstein auch nichts und so ist es hier genauso. Hin und wieder in der U-bahn sind ein paar Menschen die auf dem Weg zu einer Demo sind. Ausgerüstet mit Trillerpfeifen und Thailändischen Flaggen. Heute werde ich es deshalb noch einmal im Norden von BKK versuchen an die ersehnten Stoppuhren zu kommen.

Diesen Morgen waren wir in der Dr. Ed and Toys Company bei der ich 2 Kisten Material bestellt habe die morgen mit mir nach Chaing Rai fliegen um dann mit über die Grenze  nach Laos in Xieng Xay wandern. Deshalb haben wir gestern wieder eine Sackkarre besorgt. Fotos anbei. Jetzt geht es zum Future Park Rangsit scheinbar ein gigantischer Markt.

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