Doris

Doris

03.02.2009

Marktforschung

Liebe Kollegen, wir waren auch Marktforschungstechnisch tätig ;-).

... eine Bildergeschichte mit Steigerung ... vom Bekannten zum Unbekannten ... von oben nach unten ... vom Denkbaren zum für uns Unmöglichen.

 
Und um die Ecke gab es dann diesen leckeren Kuchen,
aber warum hatten wir nur so wenig Appetit ?
 
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27.Januar bis 30.Januar 2009

Erster Bericht an die Helfer,

Hallo aus Laos

heute kommt endlich mal ein kleiner Bericht von der Hilfsaktion Nr 2 hier in Laos.

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Nachdem wir in Luang Namtha den Laptop und die Digicam an die Teachertrainigschool gegeben haben,
ging es mit dem Bus nach Oudomxay.
 
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Was hier noch so froehlich aussieht, erwies sich aber als grosser Fehler.
Nie die letzte Reihe im Bus nehmen!!!
 
 
In Oudomxay trafen wir Ken, den wir sofort fuer unser Vorhaben begeistern konnten.
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Warum er der Richtige war ?... erzaehlen wir zu Hause.
 
Also ging es am naechsten Morgen auf den Markt,
Hefte, Lineale und Buntstifte einkaufen.
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Die naechste Etappe nach Muang Khoua wurde wir auf dem Rad zurueckgelegt.
 
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...
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unterwegs ...
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Am Abend waschen mit den Dorfbewohnern im Fluss, ganz schoen kompliziert mit Sarong.
 
Sehr zu unserer Verblueffung waren wir erst die zweiten Farangs (so heissen hier alle Weissen) die in dem dorf genaechtigt haben.
Ken erklaerte, dass wir fuer jeden Schueler der Dorfschule Stifte und Hefte mitgebracht haben.
Zu unserer Ueberraschung wurde am Abend fuer uns ein traditionelles Basi veranstaltet.
Es war eine grosse Ehre die uns Glueck und Gesundheit bescheren soll.
 
Dass ausgerechnet ein Hahn geschlachtet wurde, bereitete vor allem Doris Gewissenskonflikte.
Hals und Kamm gelten hier als Delikatesse und selbstverstaendlich erhielten Ken und wir die besten Stuecke.
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dazu gab es Schnaps und fermentierten Reiswein.
 
 
Der zentralen Punkt der Basi war das Anbringen von weissen Baendern an unsere Handgelenke.
Jeder einzelne des Gemeinderats wuenschte uns in der Sprache der Khmu fast singend Glueck, Gesundheit und gute Geister, die uns begleiten sollen.
 
Im Haus des Buergermeisters wurde an diesem Abend viel diskutiert, lauthals gelacht, aber auch sehr oft nachdenklich geschwiegen. Die Bewohner wollten unbedingt verstehen, warum wir so dumm sind in der Hitze mit dem Rad zu fahren und nicht den Bus zu nehmen.
 
Ken war ein perfekter Uebersetzer.
Ueber ihn liessen wir von Euch schoene Gruesse ausrichten, die wir unbedingt zurueckgeben sollen.

Zu spaeter Stunde wurde auch gesungen, das einzige Liedgut aus der Heimat das uns spontan von zu Hause eingefallen ist war: "Schau hi da ligt a doder Fisch im Wasser...."  .... aber es kam inklusive Uebersetzung gut an. 
 
Das ist uebrigens der Chairman des Dorfes:
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als Uebernachtungsplatz haben Sie uns ihr Schlafzimmer ueberlassen,
da wir aber Muehe hatten vor lauter Reiswein den Rueckweg dorthin zu finden, leider kein Foto davon. 
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Am naechsten Morgen 
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waren alle Kinder in der Schule, obwohl gerade Ferien waren.
 
Das erste Gefuehl als wir am naechten Morgen vor den Schuelern, der Lehrerin und den Dorfaeltesten standen, laesst sich ganz leicht ausdruecken.
Es war uns zutiefst peinlich.
 
Wir hatten fuer die Kinder am Markt fuer etwa 30 Euro eingekauft 260 Hefte. Lineale und ein Klassensatz Buntstifte. Zu dieser Zeit hatten wir nach unserem Ermessen schon das vielfache von den Dorfbewohnern erhalten.
 
Jedes Kind wollte das Geschenk persoehnlich entgegennehmen und ganz wichtig war wiederholt der Gruss an unserere Freunde zu Hause.
 
 
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Es war eine Riesenfreude, denn kaum ein Kind hatte vorher einen Stift oder ein Heft besessen.
Damit die Hefte nicht dreckig werden, wurden sie fein saeuberlich in den Bambuszaun gesteckt.
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Wir baten die Kinder uns ein Pausenhofspiel zu zeigen, damit wir es zu Hause unseren Kindern zeigen koennen.
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Es  war eine Mordsgaudi fuer alle.
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Dann hies es wieder in den Sattel und noch 64 km bis nach Muang Khoua.
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Vorbei an Goldwaeschern...
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und Fertighausbaussteinen...
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Das Bild von unserem Badezimmer in Muang Khoua wollten wir euch allerdings nicht vorenthalten.
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Einen zweiten Klassensatz Stifte und Hefte liessen wir in Muang Khua bei Set einem Englischlehrer. Der Kontakt kam ueber Irene Heine, die wir spaeter in Luang Prabang noch treffen sollten.
 
...... am naechsten Morgen ... auf gehts per Boot nach .....
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ihr werdet sehen.....
 
Gruesse Doris und Norbert 

 

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von Muang Khoua nach Muang Ngoi

Muang Khoua war bei weitem das hässlichste Städtchen, das wir in Laos zu Gesicht bekamen.

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26.01.2009

Heute morgen waren wir erst einmal bei der Europaeischen Kommision in Luang Namtha. Beim Ministery of Education haben wir uns noch einmal vergewissert, dass die wertvollen Gegenstaende Laptop und Digitalkamera an der richtigen Stelle landen. Als wir dann in der Teacher Training School angekommen sind, waren wir uns diesbezueglich ganz sicher. Phouttha der Mann auf dem Bild ist die rechte Hand des Direktors, er hat uns durch die Schule gefuehrt. Es lernen dort ueber 1000 Studenten, die sich fuer das Lehramt qualifizieren, 97 Lehrer unterrichten hier. Digicam und PC sind also an der Basis angelangt.

 

Phouttha und der Direktor werden uns auf dem Laufenden halten wie die Spenden verwendet werden.

 

Fuer den Kindergarten haben wir auch die Duplos dagelassen, leider war der heute geschlossen, aber Bilder werden folgen (aufgenommen mit der neuen Digicam der Schule). Seitens der Schulleitung sollen wir ausdruecklich ein ganz herzliches Dankeschoen an Euch nach Deutschland weitergeben. 

 
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Bis jetzt sind wir jeden Tag weitergezogen und das wird auch in den naechsten Tagen nicht anders werden, denn es geht 2 Tage auf dem Rad zur Schulbesuchtour Richtung viatnamesische Grenze und dann mit dem Boot den Nam Ou runter ... schliesslich auf der Route 13 nach Luang Prabang, wo am 31 . Januar die Bookparty im Dorf Ban Mout stattfinden soll. Ausserdem werden wir uns dort mit Irene Heine treffen, die sich seit Jahren aktiv fuer die Bildung hier im Land einsetzt.
Obwohl wir dauernd auf Achse und die Arme schwer vom schleppen sind und der Hintern vom Busfahren auf diese caotischlaotischen Strassen weh tut, ist es einfach klasse hier. Was wir alles schon erleben durften, wen wir schon getroffen und wie klein die Welt ist, wuerde hier den Rahmen sprengen. Wir haben durch diese spontanen Aktionen ganz neue Erfahrungen und Einblicke gewinnen koennen.
 
Wegen unserer Reiseroute werden wir uns die naechtsten Tage nicht melden koennen (das Handynetz sowie die Internetzugangamoeglichkeiten sind sehr beschraenkt...und das Internet extrem langsam). Morgen muessen wir frueh aufstehen und auf dem Markt Klebreis fuer unsere Fahrradtour und Buecher fuer die Dorfschulen kaufen.

25.01.2009

Geburtstag

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Der Geburtstag von Norbert begann heute frueh um viertel vor Sechs in etwa 100 m Hoehe (uhhh)in der Honeymoon Sweet von Treehouse No.5. Es war noch stockdunkel (die Spinnen schliefen noch nicht) als wir fuer eine morgendliche Dschungelwanderung auf den Drahtseilen aus unserem Baumhaus fuhren. Damit ihr euch die Dimensionen besser vorstellen koennt hier mal zwei erste Bilder. Es war echt Wahnsinn. Ohne mit der Seilbahn zu fahren ist man gar nicht auf das traumhafte Baumhaus gekommen. Da hat sich der teilweise beschwerliche Marsch gelohnt. Leider haben wir keine Gibbons gesehen und auch sonst nur laotische Baumratten...und ein Eichhoernchen sowie die Spuren von einer Siamkatze.

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Es waren zwei traumhafte Tage in luftigen Hoehen. Mittlerweile sind wir von Don Chai mit dem public Bus in 3 h nach Luang Nam Tha gekommen. Bereits unmittelbar nach Verlassen der Grenzstadt am Mekong auf den Weg zu den Gibbons, aber auch wieder heute auf der Weiterfahrt konnten wir sehen, dass Hilfe dringend notwendig ist. Laos erscheint teilweise wie ein Land in dem die Zeit seit 200 Jahren stehengeblieben ist. Morgen gehts zu Europaeischen Kommission hier vor Ort.

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Hallo!

Die Rücksäcke sind  gepackt. Norbert 14 kg, Doris 9 kg+ 4 kg Handgepäck.
Spendentasche 18 kg  mit gebrauchtem Laptop, Lernspielen, Lieblings-Kinderbüchern, Bauanleitungen für Lehrmaterial, Digicam und Duplobausteinen. Übergepäck wird wegen der Aktion von LTU übernommen.

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