Doris

Doris

26.02.2015

MyBoshi Aktion

Interkultureller Austausch zwischen Schulkindern hier und und in Laos ist auch eine kleine Zielsetzung bei "helfen-auf-reisen". Dazu kam mir Ende Dezember eine Idee!


Felix und Thomas, die 2 bekannten sympathischen Begründer von MyBoshi, waren sofort bereit, uns die Wolle für ein kleines Pilotprojekt zu senden.

Ich bin begeistert, dass das Pilotprojekt allen Seiten so viel Freude bereitet hat.


Die Bildergalerie zeigt die ganze Aktion mit erklärenden Untertiteln.

Doris fünf Wochen Projektarbeit in Laos.

Der Reisebericht findet sich hier.

Ein Workshop für die Dozenten am TTC. Eine kleines Schulhaus für das Dorf am km 39. Und vieles mehr.

Highligts:

Ein Schulhaus für km 39
Workshop TTC 

Der Reisebericht über die ganze Aktion ist hier zu finden.

das große Ziel ist geschafft. Gestern konnten wir den Workshop mit zeitweise über 45 Teilnehmern darunter die Grundschullehrer aus 6 benachbarten Schulen abschließen.

Der Einsatz in Laos war wieder von himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt. Leider gab es zwischen diesen beiden Gefühlen nur harte Arbeit und kaum lockere Entspannungsphasen in Luang Namtha.

Dieses Jahr wurde in der Vorbereitung mehr versprochen als gehalten. Geplante Zeit fürs Projekt wurde einfach mal wieder gestrichen obwohl sie vorher von den Ausbildern von mir gefordert wurde. Diese Jahr waren es keine plötzlichen Hochzeiten, sondern "geheime" Parteimeetings, die scheinbar unangemeldet alles durcheinander bringen und oberste Priorität haben. Sie heißen wirklich so. Einsätze auf den Reisfeldern der Familie, Motoradunfälle und plötzliche Krankheitsfälle taten das übrige.

In diesen plötzlichen Freizeiten blieb ich dann auch meistens alleine. Gemeinsam mit mir gab es dieses Jahr also nur Arbeit. Kein lockeres Beisammensein, Singen und Tanzen oder raus in die Natur fahren wie bei den anderen Besuchen zumindestens einmal pro Woche. Das ist für mich keine so schöne Situation, da ich natürlich um so mehr auf die Tube drücken musste.

 

"Kin lom" heißt hier Luft essen, das ist so ähnlich wie bei uns bla bla bla. Davon gab es wieder einiges. "Überhaupt kein Problem" "Machen wir" "Ist bis morgen fertig" über 4 Wochen lang das sollte man hier wegstecken können.

Wenn ich mir die Bilder aber vom 4 tägigen Workshop ansehe und ich endlich die Brücke zu den Grundschullehrern schlagen konnte ist doch etwas beachtliches entstanden.

Heute geht es mit dem Flieger nach Vientianne, ich treffe mich mit einem Verantwortlichen von der Hilfsorganisation "plan international laos". Was ich mit ihm besprechen werde, ist noch nicht ganz klar und das Ziel des Gesprächs hat sich in den Wochen hier auch ständig geändert.

Unten findet ihr eine Bildergalerie von den letzten 4 Tagen.

Als absolutes Highlight für die Teilnehmer gab es diesesmal Zertifikate und eine in Aussicht gestellte Lohnerhöhung um 40%, vorausgesetzt  sie dokumentieren ihre Arbeit mit dem Material.

Ich mach mich heute auf den Heimweg mit dem Flieger von Luang Namtha nach Vientiene und von hier mit dem Zug nach Bangkok.

Liebe Grüße Doris

 

27.08.2014

Kurzbericht

Mir will es dieses Jahr einfach nicht gelingen, mit dem Schreiben am Ball zu bleiben; deshalb hier kurz eine Comik Zusammenfassung:

Bild 27.08.14 um 21.08

Der Transport der Materialien hat sich als sehr einfach erwiesen. Mit Wassanas Hilfe habe ich noch einige Dinge in Chiang Rai bekommen.

Bei der versuchten Reparatur des Druckers war leider nichts mehr zu machen.

Hier waren wohl bereits zu viele hilfsbereite Laoten am Werk.

Ich habe dieses Mal einen günstigen A4 Laserdrucker in schwarz weiß für unsere Werkstatt besorgt. Das schont Spendengelder und Ärger. Der angedachte A3 Farbdrucker für die ersten Arbeitshefte ist für dieses Jahr gestorben.

Sollten wir was Buntes brauchen, wird zu Buntstiften gegriffen.

Bild 27.08.14 um 21.13

In Luang Namtha angekommen konnten wir am nächsten Tag gleich mit der Arbeitsgruppe für den Workshop im September beginnen. Die Geschichte von Bounmy habe ich ja schon geschrieben.

Eine Woche war ich mit plan international auf dem Land unterwegs. Ich habe Mr Deng beim Vorstellen der Mathematikaktivitäten geholfen. 2 Grundschulen wurden besucht und eine Weiterbildung für die Lehrer der neuen Pilotschulen veranstaltet.Bild 27.08.14 um 21.29

Mit nur einem Tag Verspätung hatte ich dann 3 schöne erholsame Tage in Luang Prabang und heute bin ich wieder in Luang Namtha und es geht am College weiter.

Ich werde um 7.45 Uhr abgeholt.

Bild 27.08.14 um 21.02

Alle Pakete sind jetzt angekommen und ich werde das letzte mit 4 Computern heute am College entpacken.

Jetzt bin ich hoffenlich so weit, dass ich ein paar Geschichten des diesjährigen Einsatzes schreiben kann. Ich bin schwer dahinter her, dass plan international unser Projekt unterstützt und in ihr Programm einbaut. Die beiden Projekte könnten sehr voneinander profitieren. Dann sollte es auch mit Freiwilligen, die hier helfen wollen, kein Problem mehr sein. Außer in der kurzen Zeit in Luang Prabang bin ich im Dauereinsatz. Ich bin gespannt, was am College in meiner Abwesenheit passiert ist.

Es grüßt euch die Doris

P.S.: Ich erfreue mich dieses Jahr bis auf winzigste Kleinigkeiten einer wunderbaren Gesundheit. Toi Toi Toi.

 

Das Core Team

Ihr habt sicher schon auf einen Bericht aus Laos gewartet. Die gut Informierten wissen, dass ich mich gerade an der kniffeligsten Aufgabe befinde.
In den letzten Tagen galt es ein Team von Lehrerausbildern zu finden das mit mir gemeinsam einen Aktivitätsplan für das erste Schuljahr erstellt und darauf hin einen -Workshop für Erstklasslehrer zu gestalten der Anfang September stattfinden soll.

Für diese Tage hat sich Bounmy bereiterklärt mir als Übersetzter und Assistent zur Verfügung zu stehen. Ich habe das nicht oft erwähnt da es eine etwas außergewöhnliche Geschichte ist und ich nicht wusste wie sie ausgehen wird.
Bounmy schickt der Himmel ….. um genauer zu sein Facebook. Bounmy ist vor 2 Jahren auf unsere Aktivitäten gestossen und so hat sich eine Facebookbekanntschaft entwickelt in der wir uns ein wenig ausgetauscht haben und er auch versucht hat mir ein wenig laotisch und ich ihm ein wenig Deutsch beizubringen. Er arbeitet mittlerweile in Südlaos in einer Kupfermine mit 2000 Angestellten in der er als Übersetzer, Englischlehrer und noch einigen anderen Funktionen arbeitet. Sein Heimatdorf ist 30 km von (hier) Luang Namtha entfernt.
Seine Ausbildung konnte er nur als Novice und Mönch bekommen. So war er 7 Jahre in orangener Kleidung unterwegs und konnte 4 Jahre in Thailand studieren.
Er ist derjenige aus der Familie der sich jetzt darum kümmert dass seine Neffen und Nichten eine bessere Ausbildung genießen können und die Eltern im Alter ein Auskommen haben.
Er hat mir seit Anfang unsere „Begegnung im Internet“ seine Hilfe angeboten.
Weil er immer Informationen über das Projekt wollte habe ich ihm meinen Vorbereitungsbrief an plan international und meine Intension zukommen lassen.
Daraufhin habe ich eine email bekommen die mich fast umgehauen hat.

Er schrieb dass er genau in der Zeit Urlaub hat und nach Nordlaos reist, um mich bei diesem wundervollen Projekt mit all seiner Kraft zu begleiten und zu unterstützen.

……I wish to dedicate my whole energy to assist you to success the project  ….

Nachdem ich letztes Jahr etwas schlechte Erfahrungen mit der Übersetzung hatte und ich stellenweise allein auf weiter Flur stand, habe ich mich kurzerhand entschlossen das Angebot anzunehmen. Für Kost und Logis wollte ich aber auf jeden Fall aufkommen.

Und so war es dann auch, Bounmy hat mich unterstützt und übersetzt mit vollem Einsatz und Konzentration.

Kurz zusammengefasst war das Ganze ein Erfolg der Bounmy und mich allerdings auch von himmelhochjauchzende Phasen und zu Tode betrübten Momenten geführt hat.
Bounmy ist mittlerweile wieder an seinem Arbeitsplatz die nächste 20 Tage Schicht a 12 std pro Tag abzuleisten.

Ich bin von Früh bis Abend voll beschäftigt, selten mit Internet ausgestattet und mittlerweile schon in Pak Beng am Mekong. Gerade sitze ich im Office von Plan international mit denen ich gerade unterwegs bin.

Würde ich alles jetzt aufschreiben säße ich bis morgen früh noch hier. Deshalb habe ich mich entschlossen aus der großen Geschichte vielleicht kleine Auszüge zu berichten. Dieses Mal war es die ungewöhnliche Hilfe von Bounmy.

Ein Bild von Bounmy und mir beim Abschied:

LAOS1 14

 

.... es ist alles total nach Plan gelaufen.

Ich konnte heute Morgen in Bangkok viele gute Dinge finden die ich noch ins Gepäck nach Laos nehme. Vielen Dank für die bereits eingegangene Unterstützung meines Einsatzes in diesem Jahr.

Die terminliche Planung habe ich jetzt mal als Comic an Laos gegeben.

Mit Erfolg! Endlich kam die Zusage, dass Phouttha, der jetzt bei Plan international arbeitet (https://plan-international.org/where-we-work/asia/laos/about), für die Übersetzung des Workshops und die Arbeit mit dem Coreteam freigestellt wurde.

Das ist eine geniale Neuigkeit, denn meine Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt. Mit Phouttha gab es bisher die wenigsten Verständigungsprobleme ;-).

Anscheinend war der Comic der letzte stete Tropfen auf den Stein.

 

Die Route und einige Termine sind schon fix.

 

4 Laptops und einige Lernmaterialien und Fachbücher (53 kg) sind per Post schon auf dem Weg nach Nordthailand.

Es war mir nicht möglich, Extragepäck mit in den Flieger zu nehmen (10kg = 600 Euro). Es bleibt also weiterhin schwierig, gute gebrauchte Dinge dahin zu bringen wo sie dringend gebraucht werden. Die 2 Pakete werden hoffentlich im Guesthouse in Chiang Rai ankommen.

Mit den 40 kg Montessorimaterial aus Bangkok sind wir schon bei 93 kg. Mein Freigepäck ist 30 kg und der Einkauf in Bangkok wird auch noch mal 20 kg sein. Irgendwie wiederholt sich das jedes Jahr.

Die Lehrbücher die verschickt wurden, haben wir alles eingescannt, damit ich ein Backup habe.

Ich stecke in den letzten Vorbereitungen und freue mich sehr über die gearde eingehenden Spenden für mein Projekt.
Damit lassen sich dieses Jahr einige Ideen verwirklichen und mit Sicherheit die Übersetzungsschwierigkeiten von letztem Jahr verringern.
Die Spende könnt ihr dieses Jahr von der Steuer absetzen.

Alleine die Überweisungsquittung reicht übrigens für die Steuererklärung aus.

Ab 50 Euro stellt die Deutsch-Laotische Gesellschaft e.V. (http://www.dlg-ev.net) eine Spendenbescheinigung aus und sendet sie euch postalisch zu.
Meine Aufgabe ist es dazu eure Adresse bereitzustellen also bitte die Adresse an mich senden = doris(at)helfen-auf-reisen.de.

WICHTIG: Auch jeder kleinste Beitrag ist willkommen

Hier gehts zum Spendenkonto

Unser Projekt entspricht genau der Zielsetzung des Vereins und die Gelder werden 100% an Helfen auf Reisen weitergegeben.

Ich werde die Ausgaben protokollieren und dem Verein über die Verwendung der Spendengelder Rechenschaft ablegen.

Die Reiseroute sieht diesesmal wie ein Sternbild aus.

Es wird jetzt Zeit, wieder ein wenig mehr zu posten, damit ich euch mit auf die Reise nehmen kann.

Ich freu mich schon, bin aber dieses Jahr irgendwie mehr angespannt als sonst.

 

Viele Grüße Doris

Wie schon ein paar Male erwähnt würde es mich sehr freuen, wenn mich eine kleine Gruppe mal nach Laos begleiten würde. Im Auftrag unseres Projektes und um in dieses Land einzutauchen, die Menschen und diese andere Art des Lebens kennenzulernen.
Sicherlich erschien euch der Weg, den ich dort manchmal gehe, eher beschwerlich.
Deshalb werde ich zum Abschluss des Reiseberichtes von einem meiner schönsten Tage im Dezember 2014 berichten.

 

DER AUSFLUG IN DEN WALD

2013-12-21 11.22.38

Viel Worte gibt es in diesem Bericht nicht. Seht euch die Bilder an.

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Sompoun hat uns zu einer wunderbaren Stelle an einem Fluss geführt.

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Fischfang im Fluss

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Das Innere von Rattan kann man essen!

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Däng hat die Fische gebraten. Weil ich mich immer etwas über das Essen beschwere, kommt hier der Ausgleich: Diese Malzeit im Freien mit über dem Feuer gerösteten Rattan, frisch aus dem Urwald gesammelt und mit Früchten, die Bouhö mit der Zwille hoch oben aus den Bäumen geschossen hat, frischesten Fisch und einem Picknicktisch aus Blättern hat alles wieder ausgeglichen.

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Die jungen Männer, die dabei sein konnten, und ich hatten einen Riesenspaß.

2013-12-21 14.21.44

Erschreckend war eher wie wenig die Dozenten doch rauskommen aus der "Stadt" und dass dieser Ausflug auch für sie etwas Besonderes war. Dabei waren auch 2 Lehrer der Bergvölkern Khmu und Hmong, absolut mit und in der Natur aufgewachsen, aber durch die Arbeit am College doch so selten draußen.

2013-12-21 14.26.15

Auf dem Rückweg sind wir den Kindern begegnet die von der Suche nach dem Abendessen zurückkamen.

Wollt ihr das mal miterleben?