Doris

Doris

Neuer Wind in der ersten Klasse

Seit Schulbeginn September betreuen wir eine 1. Klasse gleich neben dem College. Wir konnten neben der Raumgestaltung auch Einfluss auf die Stundengestaltung nehmen. Wie aufklärungsbedürftig hier alles ist treibt mir manchmal die Tränen in die Augen und dann frage ich mich ob das alles einen Sinn macht und ob ich nicht viel zu hohe Erwartungen habe.

Hierzu möchte ich 2 Beispiele nennen die mich sehr traurig und nachdenklich machen.

Ich werde noch einmal in ein abgelegenes Dorf fahren um Kinder und alte Menschen die ohne Kinder im Dorf zurückgeblieben sind mit warmer Kleidung und ein paar Decken zu versorgen, die ich von Entwicklungshelfern, Bastian, Nachbarn und laotischen Freunden erhalten habe.
Ferner möchten wir Schulkleidung kaufen für die Kinder die keine Kleidung beitzen.
Das ist manchmal eine Motivation die Kinder in die Schule zu bekommen. Wir werden versuchen mit den Eltern zu reden und sie zu ermutigen die Kinder nicht jeden Tag mit aufs Feld zu nehmen.
Longmoun ist ein Dorf das wir mit Lernmaterial versorgt und kennengelernt haben, es ist 4 Stunden von Luang Namtha entfernt.
Es liegt wunderschön in mitten einer wunderbaren Natur.
Der Winter dort wird sehr kalt.
Natürlich ist mir klar ich kann mich nicht um alles kümmern. Und es ist auch nur ein kleines Nebenprodukt des eigentlichen Projektes.
Aber ich habe die Menschen dort einfach schon kennengelernt.

Wer Lust hat mich zu unterstützen und gleichzeitig ein Geschenk für Menschen sucht die gerne etwas Gutes tun ist herzlich willkommen mir eine kleine Mail zu senden mit dem Betrag den er spenden möchte und dem Namen der beschenkten Person. Ich kümmere mich um ein Mitbringsel und um dokumentierende Fotos.
Gekauft werden Schulkleidung, Mützen und Decken. Gependet und hingebracht werden Schlafsäcke Decken und warme Kleidung.

 

 

 

Unsere Nachforschungen haben an verschiedener Stelle ergeben, dass Bürokratie nicht im laotischen Wortschatz zu finden ist.
Na sowas ;-). Wie kann man diesem Kind einfach mal keinen Namen geben?

Ich schätze man spricht einfach nicht drüber zumindestens nicht kritisch. Hier meine Erfahrungen.

Das Bildungprojekt hat einen tollen Verlauf genommen
Das Interesse an Lernmaterialien, Methoden und handelndem Lernen in Laos hielt an.
So konnte das Projekt gesund wachsen.
Seit letzem Jahr arbeite ich eng mit  Bastian Hennig als Freiwilligen Helfer und Koordinator vor Ort zusammen.
Er wird nach einem Jahr im September zurück nach Deutschland kommen.

Im April 2016 haben wir unseren Projektraum umgestaltet.
Jetzt kann die Arbeit weitergehen.
So sieht es jetzt aus:

 

 

Die Zeit im April hieß es auch Besprechen, organisieren und zu planen.

Eines der Dinge  Laos immer wieder bietet ist, ist das Auf und Ab der Gefühle.
Große Freude etwas verbessert zu haben, die tolle Enspannung die danach eintritt ..... und dann das Unerwartete.

Diese Geschichte wenn auch in einem ganz anderen Kontext ist ein echt gutes Beispiel dafür.

Renovierungsarbeiten und eine Umgestaltung der Lehrerwerkstatt.
Eine Vorbereitete Umgebung zu schaffen ist ein neuer und wichtiger Punkt hier.

 

Man findet sich hier schnell und gerne mit den Zuständen ab.
Den Schwung die Dinge anzupacken musste auch ich von zu Hause mitnehmen und ausnutzen.
Aber jedem gefällts.
 "OOH Doris it will be nicer than the directors room." war eines der witzigsten  Komplimente.

Ab jetzt gilt auch Schuhe aus, wer den Raum betritt.

Wie meistens kam ich vollbeladen am College an.

Hier ein paar Eindrücke der ersten Zeit.

Es ist so viel passiert und so viel verschiedenes passiert dass ich einzelne kleine Bildergalerien gestalten werde.
Bilder sagen oft mehr als tausend Worte. Und ich bräuchte definitiv mehr als 1000 Worte um einen Überblick über das Projekt und unsere Arbeit hier zu schaffen.

Die Integration in die Projektarbeit am Teacher Training College ist etwas schwerfälliger als die soziale Einbindung.

Wir hätten uns mehr Zeit gewünscht, gemeinsam praktisch am Projekt zu arbeiten. Viel Energie floss in organisatorische Belange wie Diskussionen mit den Direktoren, Einrichten des Hauses, Finden von Zuständigkeiten, uneffektive Wartezeiten ....

Wir erstellten einen Plan für die ersten 2 Monate und vereinbarten die ersten Termine an 6 Demonstrationschools. Bastian wird diese 6 Grundschulen, die sich allesamt in der Nähe des Colleges befinden, in nächster Zeit regelmäßig besuchen.

Lehrer dieser Schulen haben in der Vergangenheit die Workshops, die ich mit den Dozenten abgehalten habe, besucht und Material hergestellt.
Der Vorstellungsbesuch von Bastian dient dem Ermitteln von Zuständigkeiten und Informationen.
Beim ersten offiziellen Besuch macht sich Bastian ein Bild von der Lage vor Ort. Darüber hinaus kann er diese Hospitation auch gut nutzen, etwas laotisch in der Grundschule zu lernen.
Beim zweiten Besuch ist die Aufgabenstellung zu eroieren, welche Materialien genutzt werden, welche Fragen offen sind und wo die Materialien gelagert sind; desweiteren ist eine weitere Hospitation geplant.

Beim dritten Besuch kann sich Bastian dann auf eine kleine Unterstützung in der Vermittlung des Lernstoffes über Materialarbeit vorbereiten und kleine Denkanstöße geben.

Bastian hat offiziell immer einen Dozenten oder Studenten dabei, der ihm beim Übersetzen hilft;  das ist mit dem Direktor abgesprochen.

 

Am Teacher Training College selbst gestaltet sich die Aufgabe die Bibliothek zu betreuen, kleine Workshops zu halten und die Dozenten zu unterstützen etwas schwieriger als gedacht.

Am meisten mangelt es zur Zeit an geeigneten zuverlässigen Dozenten, die die nötige Motivation haben, Dinge in Angriff zu nehmen und zu verändern. Leider gelang es uns nicht, ein Zeitkontingent von einem Dozenten als Partner fürs Projekt zu bekommen. Es bleibt schwierig ;-).
Aber wir bleiben dran. Wir waren nicht müde, immer wieder zu betonen, dass wir seitens der Dozenten und Lehrer konkrete Fragen zum Thema benötigen und uns als Vermittler von Informationen sehen. Die Fragen bleiben leider noch aus.


Erfreulich ist, dass Bastian ein Moped des Colleges nutzen darf. Das College befindet sich ja ca. 10 km außerhalb des Ortskerns von Luang Namtha. Einkaufen, Freunde treffen, der Weg zu den Grundschulen, vernünftige Internetanbindung, all dies fällt mit dem Moped natürlich viel leichter.

 

Bastian und ich telefonieren regelmäßig, als Diskussionsgrundlage dienen seine ausführlichen Wochenberichte.
Den nächsten Artikel hier auf unserem Projektblog "helfen-auf-reisen" wird wahrscheinlich Bastian schreiben, um persönlich von seinen Erfahrungen zu berichten.

Ich selbst freue mich schon sehr darauf.

 

10.12.2015

Integration

Die soziale Integration ist eine der leichten Übungen unserer Projektarbeit.


Sowohl die Menschen vor Ort als auch Bastian sind wohl Musterbeispiele wie eine herzliche Aufnahme in einer fremden Kultur  gelingen kann.

Dass Bastian auch sehr neugierig und aufgeschlossen ist für alle kulinarischen Köstlichkeiten, macht mich fast ein wenig neidisch. Auch das berühmte "Feiern bei jeder Gelegenheit" der Laoten ist sehr hilfreich, um viele Menschen kennenzulernen.

In Luang Namtha gibt es eine kleine, überschaubare Gruppe von Ausländern, die für Hilfsorganisationen tätig sind, zu der jetzt auch Bastian zählt. Mit Rene und Christian war er in der 4. Woche auf einer Radtour unterwegs.
Wunderbare Bilder von der Tour gibt in der Galerie von Rene Rösler siehe link: Bastians erste Radtour in Laos (nicht verpassen).

 

 

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