17.10.2015

Bericht 1 Woche Vientiane

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Neben dem geplanten Sprachunterricht, hat sich noch einiges ereignet.

Am Montag gab es einen großen Empfang der von der deutschen Botschaft ausgerichtet wurde.

Gefeiert wurde 25 Jahre Deutsche Einheit, im größten Hotel vor Ort. 800 Personen, hauptsächlich Menschen die auf ganz Laos verstreut arbeiten. Eine super Gelegenheit um neue Kontakte zu knüpfen. Bastian konnte so auch fast alle "Weltwärtsler" in Laos kennenlernen und Adressen austauschen. Weltwärts ist der entwicklungspolitische Freiwilligendienst der GIZ (http://www.weltwaerts.de). Im Moment sind es 10 junge Menschen, die wie Bastian ein Jahr hier im Land helfen.

In dieser Woche hatten wir auch eine Audienz in der Deutschen Botschaft. Der deutsche

Botschafter Herr Grau hat erfahren welche Aufgaben wir uns im Norden des Landes gesetzt haben. Jetzt wird Bastian zu allen Veranstaltungen der deutschen Community eingeladen.

Das Leben in Vientiane steht in einem krassen Gegensatz zu dem in Luang Namtha (helfen-auf-reisen Projektstandort).

Wir konnten einen Kontakt zur Vientiane International School (VIS) herstellen. Der Leiter der Grundschule ist neu und war 10 Jahre an der Frankonian International School = Die Schule vor der in Erlangen immer die Maibachs parken. Wie stark der Unterschied zu allen Schulen hier im Land ist, ist schwer vermittelbar. Wir fanden dort einen sehr interessierten Leiter und für das Projekt offene Lehrer vor. Besprochen wurde, dass wir eventuell Materialen die dort übrig sind bekommen, als auch, dass Bastian einmal mit den Dozenten des Colleges vorbeikommen kann.

Eine Lehrerin und der Direktor werden uns auch in Luang Namtha besuchen kommen. Am Wochenende gab es an der VIS eine Art Schulfest an dem wir Somboun und Bounmy die Schule zeigten und die 3 Männer Zorbfootball spielten, unglaublich.

Sabine und Gerhard haben Bastian bei sich aufgenommen und ich war bei Ingrid untergebracht, die als Entwicklungshelfer hier arbeiten. Wir wurden mit viel Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft aufgenommen.

Bastian konnte das Nachtleben von Vientane kennengelernen und am letzten Sonntag kochte Ingrid noch den letzten Schweinebraten.

1 Woche Vientiane war interessant aber es hat mir auch definitiv gereicht. Dort ist für mich vieles so unwirklich. Vernissagen, Zorbball, Empfänge an denen es Bratwürste mit Sauerkraut gibt, Kaffee und Kuchen, Wein und die vermeintliche Creme de la Creme. Wer diese Stadt nicht verlässt verpasst die Ursprünglichkeit des Lebens in Laos. Pläne die in Vientiane am Schreibtisch geplant werden, können manchmal im Land nicht umgesetzt werden.

Was mich dort anzieht sind die herzerwärmenden Kontakte und die interessanten und anregenden Gespräche mit Ingrid und Konsorten. Dafür und zum strukturierten Laotisch lernen kommt man an der Hauptstadt nicht vorbei.

 

Gelesen 3925 mal Letzte Änderung am 29.04.2018